
Per Zennström for So Popular
“Wo der Mann früher seinen kreativen Stau nur beim Hobby-Kochen entladen konnte, steht ihm nun auch die Kleidung zur Verfügung. Die als Männeremanzipation beschworene Metrosexualität bedeutet höchstens einen ersten Schritt zur modischen Freiheit, vor allem aber ein Missverständnis. Der figurbetonte, cremefarbene Anzug, der die neue, “weibliche” Lust des Mannes an der Mode belegen soll, ist seit Generationen Unifirm des italienischen Gockel-Machos.”
Jan Joswig schreibt in der aktuellen Zitty über den modischen Wagemut, den nunmehr die Männer entwickeln. Laufen sie den Damen etwa den Rang ab? Meine liebsten Männer-Modeblogs stammen nach wie vor aus dem englischsprachigen Raum: Style Salvage und Street Etiquette. Les Mads haben sich derweil schon einmal in ein neues Herbst-Outfit geschmissen: seit ein paar Tagen kleidet sich das Blog in ein neues Layout. Sugarhigh erklärt uns die ältere Generation der Fashionistas: die Wilmersdorfer Grande Dame – domina subita. Natürlich dabei: Perlen als Zeichen eines unerschütterlich-guten Geschmacks. Nilz näht bestimmt für eine andere Zielgruppe.
Wir mögen außerdem: das “Chart of important emoticons”, Sebastian von liebernichts über Neuronales Kneten, was, wenn Don Draper eine Facebook-Werbekampagne entwickeln würde, Tweets auf der Couch, das neue Erdmöbel Album “Krokus”, Amelie Onzon erkundet in einem Kunstprojekt die extremen Gegensätze der Mensch-Tier-Beziehung, Daphne Merkins über ein Leben in Therapie und “converting hysterical misery into common unhappiness” und Malte Welding über die Kinder der 70er, die trotz Western-Filmen im Überfluss nicht zu einer Generation von Kuhhütern heranwuchsen: Wofür das Netz nichts kann.