Monatsarchiv für Mai 2009

"der espresso, die zeit, das frühstück" oder die aussagekräftigste einsendung zur scala-verlosung

die schönste einsendung zur verlosung war folgende (leicht gekürzt):

ich arbeite [.] in nem club und als verkäufer bei cos. ich bewerbe mich übrigens auf mein modedesignstudium und nebenher ein bisschen modeln. jetzt erst mal eine zigarette auf dem fensterbrett, nicht wahr? selbstgedreht, versteht sich. die vintage levi´s 501, hosenbeine hochgekrempelt. aus den boxen dröhnt ein internetradio-mix von einem dj-freund. nein! ein macbook habe ich keins. nur ein asus eee, wenigstens in weiß. am samstag würde ich gern ins scala. feiern. das kann ich schließlich am besten. ist ja auch das einzige, was ich kann. am besten umsonst, schließlich bin ich pleite. chronisch. berlin verpflichtet.
das war sehr stark schlüssig und musste dementsprechend belohnt werden. und wenn wir schon mal bei hipper scheisse sind, können wir auch gleich noch ein bisschen ausschuss tätigen. holy fuck, die band zur kippe am fensterbrett, mit einem unreleastem track namens jungles. guter stoff.
holy fuck – jungles (dl) (alt)
viel spaß heute abend. und überhaupt. mehr infos zu holy fuck gibt es bei myspace. mehr infos zum letzten abend in der scala hier.

phoenix vs. holy ghost!

zwei lieblinge auf einem haufen können nicht falsch sein, um sich nach überstandener arbeitswoche wieder so etwas ähnlichem wie interessen zuzuwenden. holy ghost! also remixen phoenix, einem mobilen dauergast seit der jahrtausendwende. und seit wiederbeschaffung eines vinylabspielgeräts auch wieder häufiger in den eigenen vier wänden zu hören. in diesem sinne: etwas für’s heimstereo, viel spaß. und so.

phoenix – lisztomania (holy ghost! love paris remix) (dl) (alt)

mehr infos auf den pages von holy ghost! und phoenix. show some love.

3×2 Gästelistenplätze für den letzten Abend in der Scala zu verlosen

Am kommenden Samstag wird die Scala in der Berliner Friedrichstraße zum letzten Mal ihre Türen für das partyerprobte Jungvolk unter 25+ öffnen. Damit geht innerhalb der letzten zwei Jahre der nächste Club der Ex-Rio Betreiber um Coop vor die Hunde.

Einige werden es nicht gerne sehen, dass eine Institution – denn das war/ist die Scala trotz aller Mängel (Mein Mitbewohner kommt aus München Untertraubenbach) – des Berliner Nachtlebens verglüht. Andere wiederum werden profitieren. Das Angebot für die vermeintlichen Meinungsführer aus der Mitte der Stadt wird langsam dünn – zumindest wenn es um das eher kuschelige Beisamensein in Laufweite geht – so dass zu erwarten ist, dass eine nicht zu unterschätzende Menge an Mitte-Pilgerern in nächster Zeit auf Altbewährtes, wenig Raumgreifendes setzen wird. Vielleicht sieht man sich ja auch mal wieder, falsch muss es nicht sein.

So war es jedenfalls schon vor 2 Jahren, als im Abend des Jahres die sexuellste Fliesenstrecke Deutschlands wenig nördlich der Friedrichstraße die Segel strich. Man wanderte ab, begab sich auf die neue Suche nach dem alten Glück und landete schlussendlich hier und da, aber vor allem in U6-Reichweite.

Das könnte sich in nächster Zeit dramatisch ändern. Das boheme Prekariat fühlt sich verstärkt gen Ost/Südosten der Innenstadt gezogen. Billige Mieten, ein höheres Maß an Realness und sowieso. Dass selbst Hip in Neukölln funktionieren kann, haben die Sameheads vor ein paar Wochen am Ende der Sonnenallee bewiesen. Ein Feldversuch, der Lust auf mehr machen könnte. Der Sommer in der Hasenheide jedenfalls soll warm werden. In Ufernähe der Spree ist er das eh schon.

Bis dahin wird allerdings noch gequakt, zwei mal noch. Für den endgültigen Termin am kommenden Samstag verlost Knicken deshalb 3×2 Gästelistenplätze. Wer Interesse hat, schreibt eine aussagekräftige Email an knickenberlin@googlemail.com. Verlost wird bis Samstag nachmittag. Hopp, hopp. Line-Up wie folgt:

live:
DEIZE TIGRONA (man recordings/rio de janeiro)
BOSS IN DRAMA (curitiba/brasil)

downstairs:
DJ GORKY (mad decent/man recordings/brasil)
KID FRESH (lordz of fitness/hongkong)
DANIEL HAAKSMAN (man recordings/berlin)

upstairs:
A GUY CALLED GERALD (a guy called gerald records/k7/berlin)
DAS POP DJ-SET (bent/ugly truth/gent)
MARVIN & SIRIUSMO (duscholux/oye records/berlin)
RAMPA (tnt/keinemusik/berlin)
OKAY&OKAY (scala/berlin)

blackbox:
HUGO CAPABLANCA (scala/discos capablanca/berlin)
BONNIE (scala/inlovewith/berlin)
KOLMER (scala/endlich18/berlin)
NOMAD (scala/endlich18/berlin)

PLUS MANY MANY MORE…!
visuals:
SAFY SNIPER (sniper/berlin)

Mehr Infos, auch zu den Junior Boys heute Abend findet ihr auf dem Myspace der Scala oder den Flyern rechts.

sterben in schönheit – fan death in berlin

gewinn tickets für das konzert im cookies

in unseren augen sind die zwei grazien von fan death doppelt und dreifach schön: ihre interpretation von disco äußert sich als vielfach geschmeidiges ohrwurmkommando und tanzbefehl, ihr augenaufschlag herz erweichend und ihre garderobe stilbildend, zudem sind die beiden disco diven unter der federführung von erol alkan und durch den lobgesang von sowohl guardian als auch der times und natürlich bei uns bereits im september mit brief und siegel für das geprüft, was eine nacht in der hauptstadt zu sein meint. die bloghysterie warf sich den damen des kanadischen duos bereits im spätsommer letzten jahres zu füßen, was gleichsam den effekt hat, dass man die geheimtipps der bloggenden rezensenten immer erst monate später außerhalb der nischenmedien zu hören und sehen bekommt. berlin, aufgepasst. am freitag gastieren fan death für einen gig in berlin, und fan solltet ihr spätetens jetzt werden.

das cookies präsentiert fan death am freitag, den 22. mai in berlin. tickets können für 10€ im vorverkauf oder 12€ an der abendkasse erworben werden. los geht’s gegen 23 uhr.

glücksspiel
oder, wer hätte das gedacht, ihr bemüht euch an die tasten und gewinnt bei uns 2×2 gästelistenplätze für das konzert. wie immer bevorzugen wir die charmanteste e-mail mit dem betreff “i’m a fan” an knickenberlin [ät] googlemail [dot] com. bis mittwoch habt ihr zeit, die zeilen in unser elektronisches postfach zu manövrieren.

einhören könnt ihr euch solange auf der myspace seite des duos oder mit dem unten stehenden video zur ‘veronica’s veil’.

sincerely, your disco tiger knicken

die wahlkampfarena

ok, wir waren immer eher den weichen themen zugewandt. ich zumindest. tessa hat ja schon des öfteren ihr feministisches herzblut, ich ab und zu meinen ärger über die bahn durchblicken lassen. jetzt aber haben tessa und ich dabei geholfen ein neues baby ans licht der erde zu führen. das ist mitunter auch der grund – neben meiner abschlussarbeit – warum es hier etwas still wurde.

jetzt also machen wir ernst, politik und so. der altkluge küchenstaatsmann in mir wurde schon lange nicht mehr ausgelebt, war angestaubt und mit wodka red bekleckert. es hat mir aber sehr viel spaß gemacht – das tut es immernoch -, diese grauen zellen meines hirns wieder aufleben zu lassen. und jetzt ist sie eben da: die wahlkampfarena.

vermutlich wird sie der größte online-stammtisch deutschlands, mit zig meinungen, die sich jeweils für wichtiger halten als die andere. provokativ soll sie sein, politiker, hobbyphilosophen und diejenigen, die es schon immer besser wussten als jürgen klinsmann bzw. angela merkel, sollen sich hier die finger verbrennen.

wie auch immmer, ich finde die idee klasse, weil sie einer vergessenen wählerschaft die politische debatte wieder ein bisschen näher bringt: den onlinern, die wir nun mal sind. irgendwie. und vielleicht haben wir inzwischen auch genug mp3s gehört und lustige bildchen von schuhen gesehen. vielleicht (vermutlich) auch nicht. ein blick zur seite jedenfalls hat zumindest mir nicht geschadet.

wenn ihr lust habt, schaut rein, macht es euch bequem und diskutiert ein bisschen mit, stellt fragen, präsentiert eure meinung. versteht es als spielart, nehmt es ernst, tut das gegenteil, wie ihr wollt. nach zensursula jedenfalls kann es nicht falsch sein, ein bisschen radau zu schlagen.

mehr infos findet ihr auf der startseite der wka, die faq hier und mehr zu meinem sexy arbeitgeber hier. einen heissen dank auch an die wildcards, die das alles erst möglich gemacht haben.