Monatsarchiv für September 2007

1986

kavinsky, der anfang september unter anderem mit jackson & his computer band das 103 wiedereröffnete, bringt demnächst wohl etwas neues auf den markt. nach der ep 1986 jetzt der nicht dazugehörige song 1986. wie immer klingt das ganze, wie es heisst, ein bisschen düster, ein bisschen nach ‘i’ve got a feeling, somebody’s watching me‘ und so, dass kavinsky seinem 80ies-zombie-image treu bleiben kann.

kavinsky – 1986 demo (via panda toes)

des weiteren gibt es auf dem letzten a-trak album ein rework zu eben dieser demo, mit m.i.a. und at the top of it den schlagobers in form von tony montana quotes. al pacino in höchstform plus giorgio moroder. erfahren sie die qualität. oder so.

a-trak – mia-roder

das sehr starke zombie-video gibt es hier, mehr zu kavinsky hier oder hier. mehr zu dj a-trak hier oder hier. mehr zu 1986 findet ihr hier.

fraidy-cat ballroom

dienstag darf sich getraut werden: ganz davon abgesehen, welche beweggründe für oder gegen einen hochzeitsantrag oder eine eheschließung am tag der deutschen einheit sprechen, die facette öffnet die türen für einen größeren kontext von mut.

die aktuelle ausgabe des jungen berliner magazins verspricht einsichten in wagemutiges handeln gegen kreuzberger antisemitismus, den kampf gegen panikattacken und hühnerfüße auf dem eigenen herd. im zuge ihrer fünften printausgabe geht die facette-redaktion nun sogar über ein rein journalistisches erleben auf dem papier hinaus: sie wagt nun ebenfalls den eintritt in die blogosphäre und außerdem in die welt des internet-tv.

auch die release-party des magazins wandelt auf neuen pfaden hinein in den berliner untergrund: diesmal lädt die facette ihre gäste in den tresor. diejenigen, bei denen clubs wie das berghain oder der tresor bislang eher unbehagen als tanzwut oder kuscheliges beisammensein ausgelöst haben, können am dienstag zum unerschrockenen feiern antreten.
auf den facette-parties trifft man die üblichen verdächtigen der berliner kreativ- und partyszene und seltener die technowikinger aus dem speckgürtel.

facette magazine release party
2. oktober 2007

beherzt an den plattentellern

im batterieraum
jonas olson (l32, bmi)
tad pole (l32)
irie electric (unkool)
kiddo (elektrolyte rec.)
kossi (elektrolyte rec.)
alex tolar (streiten rec.)

+4bar
so what?! (ffm)
fresh meat (bmi)
bossarella (magrec)
decent (magrec)

tresor club berlin
köpenickerstraße 70
u-bahnhoh heinrich-heine-straße

tapes, tapes, tapes all over the world

neues von der großen unbekannten, weird tapes. nach the party und dem hail social minimix jetzt neues in richtung entspannung, was vor allem in anbetracht des bevorstehenden wochenendfinales spätestens montag früh genau die richtige medizin für geschundene ohren sein dürfte.

weird tapes – the heavens

download per klick auf den titel. mindestens genau so frisch und mäklerisch übrigens die in regelmäßigen abständen erscheinenden mixe auf dem myspace von weird tapes.

polen muss bis frankreich reichen

sebastian ist einer der ungekrönten prinzen des elektro-dance-rock-chopped-up genres. mit seiner ross ross ross ep machte er circa vor einem jahr vor, wie man in causual perfection breaks und rave unter eine haube bekommt, nämlich entstellt. dieser bis vor kurzem noch etwas eigentümliche stil verhalf dem franzosen zu remixarbeiten für global player wie unter anderem bloc party, the rakes und die klaxons.

einzigartigkeit kann der jetzt aufgetauchte, unbenannte neue titel von sebastian nicht einfordern. allerdings wird gesägt wie eh und je, was verschmerzen lässt, dass das stück wohl nicht an zb. walkman hereinreichen wird. und letzterer track ist auch heuer noch hörbar. auch im latexdirndl.

sebastian – untitled (via buzz en direkt)

downlaod oben, mehr infos zu sebastian hier, hörproben gibt es für die remix arbeiten hier und für ross ross ross und konsorten hier.

berlin. krass.


fickst du meine stadt, fick ich deine stadt.

montag um siebzehn uhr endet die bewerbungsfrist für die ideen zu einer neuen berliner markenstrategie, die im november diesen jahres vorgestellt werden soll. das berliner regierungsoberhaupt sollte garant dafür sein, dass keine peinlichkeiten zum neuen länderslogan gekürt werden, die eher irritieren und zum spotten verleiten könnten, als zu einem imagegewinn der stadt beizutragen.
solange die eingereichten kampagnen berlin gerecht werden, können wir uns weiter arm und sexy fühlen.

denn einige bundesländer hatten pech: wir stehen früher auf (sachsen-anhalt), bremen erleben, oder sie kennen unsere pferde, erleben sie unsere stärken (niedersachsen) markieren keinesfalls glanzpunkte des regional brandings.
bayern ist derzeit einziges bundesland, das auf einen prägnanten slogan verzichtet – dies aber vermutlich völlig zurecht, denn dirndl und oktoberfest sowie die schillernenden politischen persönlichkeiten wie edmund stoiber und gabriele pauli stellen in ihrer kommunikativen wirkung wohl jeden claim in den schatten.

die erste schnellschussrunde der berlin-kampagne haben wir euch bereits präsentiert. während sich ambitionierte agenturvertreter weiterhin die nächte um die ohren schlagen und hoffentlich einige ausflüge in die feldforschung unternommen haben, hat auch die zitty-redaktion getagt, und präsentiert nun ihre ideen für berlin. vielleicht nicht immer zielgruppenumfassend, mit internationalem anspruch und die stadt des wandels im blick, aber auf jeden fall ein stück zauberhafte wochenendunterhaltung.


berlin. stadt der begegnung.


berlin. jeder bekommt eine zweite chance.